Der Alltag in Jerusalem ist im Moment von einer Realität geprägt, die viele Menschen noch vor Kurzem für unvorstellbar gehalten hätten. Sirenen unterbrechen immer wieder den Tagesablauf, und der Weg in die Schutzräume gehört inzwischen zum Leben dazu. Angst, Anspannung und Erschöpfung sind spürbar – und doch zeigt sich inmitten all dessen etwas Beeindruckendes: die außergewöhnliche Stärke und Solidarität der Menschen dieser Stadt.
Die Jerusalem Foundation steht den Bewohnerinnen und Bewohnern Jerusalems weiterhin zur Seite. Gerade jetzt arbeiten wir vor Ort daran, die dringendsten Bedürfnisse zu decken, soziale Strukturen zu stärken und besonders gefährdete Menschen nicht allein zu lassen.
Wenn Angst zu Zusammenhalt wird
In Gemeinschaftsunterkünften verwandeln Freiwillige der Jerusalem Foundation gemeinsam mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern Momente der Angst in Augenblicke der Nähe und Verbundenheit. Musik, Geschichten und kleine kreative Aktivitäten schaffen kurze Momente des Aufatmens.
Gleichzeitig sind junge Freiwillige in den Vierteln unterwegs. Sie bringen Lebensmittelpakete zu älteren Menschen, die ihre Wohnungen kaum noch verlassen können, und zu Familien, die durch Einkommensverluste plötzlich vor großen finanziellen Schwierigkeiten stehen. Für viele bedeutet diese Hilfe nicht nur Unterstützung im Alltag – sondern auch das Gefühl, nicht vergessen zu sein.
Hilfe, die in der ganzen Stadt ankommt
Besonders in den muslimischen und christlichen Vierteln der Altstadt sind viele ältere Menschen auf regelmäßige Lebensmittel-Lieferungen angewiesen. Was für andere selbstverständlich ist, wird für sie zu einer lebenswichtigen Unterstützung.
In Gemeindezentren werden Programme für Kinder und Familien organisiert: kreative Aktivitäten, Lernangebote und kleine Projekte, die helfen, die langen Stunden in Schutzräumen erträglicher zu machen. Für viele Kinder sind diese Momente eine wichtige Möglichkeit, für kurze Zeit wieder einfach Kind zu sein.
Unterstützung für die Verwundbarsten
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Menschen, die in Krisenzeiten am verletzlichsten sind. In Notunterkünften stärken gemeinsame Aktivitäten den nachbarschaftlichen Zusammenhalt und helfen dabei, mit Stress und Angst umzugehen. Frauen und Kinder erhalten gezielte Unterstützung und sichere Räume.
Menschen mit schweren Behinderungen werden weiterhin in den Zentren Tsad Kadima und Beit Tamar betreut, während das Metiv-Zentrum Online-Treffen organisiert, die Eltern und Familien helfen, mit Angst und emotionaler Belastung umzugehen.
Kultur und seelisches Wohlbefinden
Da Schulen und Bildungseinrichtungen geschlossen sind, werden kulturelle und kreative Angebote verstärkt online bereitgestellt – darunter Lesungen mit Autorinnen und Autoren, kulturelle Veranstaltungen und Schreibworkshops. Gleichzeitig bringen Künstlerinnen und Künstler Theater- und Musikaufführungen direkt in die Schutzräume, besonders für Kinder und Familien. So entstehen selbst in schwierigen Momenten kleine Inseln der Erleichterung, der Freude und des Miteinanders.
Mut im Alltag
Das Leben in Jerusalem ist derzeit geprägt von Wachsamkeit – aber auch von stillem Mut. Menschen kümmern sich umeinander. Kinder lachen trotz allem in den Schutzräumen. Künstlerinnen und Künstler schaffen weiter. Freiwillige helfen jeden Tag.
Das Leben in dieser Stadt geht weiter – getragen von Solidarität, Mitgefühl und der Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft.
Ihre Unterstützung macht den Unterschied
Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig starke Gemeinschaften und engagierte Menschen sind. Die Jerusalem Foundation arbeitet weiterhin jeden Tag daran, dieses Netzwerk der Hilfe aufrechtzuerhalten.
Mit Ihrer Hilfe können wir sicherstellen, dass ältere Menschen versorgt werden, Kinder Unterstützung erhalten und Familien in dieser schwierigen Zeit nicht allein bleiben. Bitte den Verwendungszweck „Aktuell helfen in Jerusalem“ angeben. Konkrete Vorschläge werden auf Wunsch gerne weitergeleitet.
Ausführlichere Informationen in Englisch finden Sie hier.




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