Die Jerusalem Foundation wurde 1966 vom legendären Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek gegründet. In mittlerweile weit über fünf Jahrzehnten brachte sie Freunde aus der ganzen Welt zusammen und hat viele Millionen in Projekte überall in der Stadt investiert. Mehr als 4.000 Initiativen und langfristige Programme wurden bislang realisiert. Damit bereichert die Stiftung das Leben vieler der über 900.000 Einwohner Jerusalems in allen Bereichen des täglichen Lebens und den Gemeinden.

 

Heute ist das Aufgabenspektrum der Jerusalem Foundation aktueller denn je. Mit Blick auf die vor uns liegenden gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen haben wir ein Modell für kultur- und kommunenübergreifendes Engagement aller Bevölkerungsgruppen in Jerusalem geschaffen. Dieser 10-Jahres-Plan bis 2030 verfolgt EIN großes Ziel: Verbesserung der Zukunftsperspektiven für unsere Stadt. Als Institution bei der Vergabe von Zuschüssen für den kulturellen und kommunalen Sektor sind wir führend. Unsere Initiativen und Projekte fußen auf drei Säulen: Kommune gestalten, Kultur & Kreativität und Leadership.

 

Die bisherigen Errungenschaften der Stiftung prägten die moderne Stadt über ein halbes Jahrhundert. Nun richten wir den Blick auf das nächste Jahrzehnt und haben unsere Prioritäten entsprechend zielgerichtet angepasst, um die weitere Entwicklung Jerusalems zu unterstützen. Dabei orientieren wir uns an den neu entstehenden Bedürfnissen der gesamten Einwohnerschaft. Im Fokus unserer Bemühungen steht die nächste Generation. Ob Menschen, Kultur oder Geschichte – Jerusalem bietet einen unvergleichlichen Mix aus alledem. Darauf gründet auch weiterhin unser philanthropischer Ansatz. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei stets auch die ursprünglich formulierte Aufgabenstellung unseres Gründers Teddy Kollek.

 

Helfen Sie uns, Jerusalem zu stärken – eine antike Stadt, die sich zu einem Zentrum für jugendliche Kreativität, Innovation, Inklusivität und Pluralismus entwickelt; eine offene und lebenswerte Metropole für junge Familien, eine Inspiration für die Welt.

 

Unser Gründer – Teddy Kollek

Teddy Kollek,  1911 in Ungarn geboren, wuchs in Wien auf. Nach seiner Emigration 1935 nach Israel widmete er sich dem “Aufbau einer neuen Gesellschaft” und half 1937, den Kibbutz Ein Gev zu gründen. Im selben Jahr heiratete er seine Frau Tamar.

Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Verbindungsglied zwischen der Hagana und den alliierten Geheimdiensten. Im israelischen Unabhängigkeitskrieg leitete er die geheimen Operationen der Hagana in den USA. Gleichzeitig knüpfte er Kontakte und schloss Freundschaften mit Personen, die bereit waren, den jungen Staat Israel zu unterstützen. Einige von ihnen leisteten später bedeutende Beiträge für Jerusalem.

 

Im Jahr 1952 wurde er vom damaligen Premierminister David Ben Gurion zum Generaldirektor des Premierministerbüros ernannt und leitete 1964 die Eröffnung des weltberühmten Israel-Museums in Jerusalem.

 

1965 kandidierte Kollek auf Bitten von Ben Gurion als Bürgermeister von Jerusalem und gewann im selben Jahr die Bürgermeisterwahl – eine Position, die er 28 Jahre lang innehatte. 1966 gründete er die Jerusalem Foundation und schuf damit für Freunde von Jerusalem weltweit ein Mittel, sich in der Stadt zu engagieren und einen Beitrag zu leisten.

 

1967 wurde Teddy Kollek der erste Bürgermeister nach der Wiedervereinigung Jerusalems. Er stand vor wahrhaft gewaltigen Aufgaben, als es darum ging, Jerusalem zu vereinen. Diese Herausforderung bestand nicht nur auf der Landkarte, sondern v.a. auch in den Herzen und Köpfen der so vielfältigen Einwohnerschaft. Kollek erkannte, dass eine geteilte Stadt nicht überleben konnte.

 

Teddy erkannte das Recht eines jeden Menschen an, in Jerusalems pulsierender Gemeinschaft zu leben und ein aktiver Teil davon zu sein. Er leitete die Entwicklung neuer Stadtviertel, baute öffentliche Parks und Schulen und schuf kulturelle Einrichtungen von Weltniveau. Sichtbar untermauerte er seine Überzeugung, dass jeder Einwohner seiner Stadt – unabhängig von Glauben oder ethnischem Hintergrund – Anspruch auf gleiche Dienstleistungen und Lebensqualität hat.