Eine Initiative in Jerusalem sorgt dafür, dass Holocaust-Überlebende auch in Corona-Zeiten nicht vereinsamen. Doch wegen der Wirtschaftskrise bleiben Spendengelder aus.
Jerusalem macht eine Schweizerin zur Ehrenbürgerin. Irène Pollak-Rein engagiert sich für die einzige Schule in der Stadt, in der jüdische und arabische Kinder gemeinsam unterrichtet werden.
Seit nahezu 30 Jahren setzt sich Irène Pollak-Rein von der Jerusalem Foundation dafür ein, die interkulturelle und interreligiöse Verständigung in Israels Hauptstadt zu fördern und die Lebensqualität für alle Bewohner zu verbessern.
Irène Pollak-Rein und Jerusalem, das sind zwei, die zusammengehören. Wenn man mit der 70-Jährigen durch Israels Hauptstadt läuft, hat sie zu fast jeder Ecke eine spannende Anekdote zu erzählen. Seit nunmehr fast 30 Jahren setzt sich die gebürtige Schweizerin für die Stadt und seine Bürger ein.
Bildung gegen Armut: Die Schweizerin Irène Pollak-Rein wird für ihr interkulturelles Engagement in Jerusalem gewürdigt.
Jerusalem ist vor allem dafür bekannt, eine der heiligsten Städte der Welt für zwei grosse Weltreligionen, dem Judentum, sowie dem Christentum und zumindest die zweitheiligste Städte nach Mekka für den Islam, zu sein. Doch die Hauptstadt des Jüdischen Staates hat noch viele andere Gesichter, die es zu entdecken gilt.
Die Jerusalem Foundation hat zum Ziel, das Zusammenkommen aller Kulturen ohne Vorurteile möglich zu machen. So schaff t sie den Boden für ein konstruktives Miteinander. Zusammenstehen ist gerade im aktuellen Covid-19- Umfeld für die Bevölkerung der Stadt von entscheidender Bedeutung. Jerusalem gehört zu den ärmsten Städten Israels. Entsprechend ist die Not der Menschen immens.
ILI hat zum Israeltag rund 40 Videogrüße von Personen und Organisationen aus Deutschland erhalten, u.a. Gabriele Appel (Jerusalem Foundation)
Volkswagen AG und Stifterverband unterstützen erneut die jüdisch-arabische Hattie Friedland School für gehörgeschädigte Kinder und Jugendliche in Jerusalem.
Jüdische, arabische und christliche Kinder auf derselben Schulbank - dass das nicht nur geht, sondern von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird, zeigt die Hand-in-Hand-Schule für bilinguale Erziehung in Jerusalem.