03.11.2021

Newsletter der Jerusalem Foundation für Deutschland vom 02.11.2021:

Bildung für Alle 

 

 

Ob neues Gymnasialgebäude, Förderprogramme für behinderte Kinder, ein renovierter Kindergarten, Musikprojekte oder Schulstipendien für sozial benachteiligte Kinder aus Einwandererfamilien. Dank Ihrer Unterstützung können wir in der Stadt viel bewegen – rund um das Thema Bildung. In dieser Ausgabe stellen wir einige der neuesten Förderinitiativen vor:

 

  • Bilinguale Hand in Hand Schule mit neuem Gymnasium
  • Einweihung des 54. «Müller-Kindergartens» in Jerusalem
  • Stipendien für äthiopische Schüler:innen
  • Mit Musik geht alles besser
  • Koexistenz-Bildungsprogramme für junge Menschen mit Behinderungen

 

 

  1. Bilinguale Hand in Hand Schule mit neuem Gymnasium

 

Nach langem Warten ist es endlich so weit: Die Gymnasiasten der bilingualen Max Rayne Hand in Hand Schule ziehen in den maßgeblich von der Jerusalem Foundation geförderten Neubau. Die Stiftung hat die Schule von Anfang an unterstützt, der Campus wurde von der Jerusalem Foundation gebaut und 2007 eingeweiht. Aufgrund des Wachstums der Schule entstand dringender Bedarf nach einem zusätzlichen Gebäude für die Gymnasialklassen. Dank der grosszügigen Unterstützung von Freunden unserer Stiftung in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Liechtenstein, dem Vereinigten Königreich sowie der öffentlichen Hand in Israel kann das neue Gebäude nun für die Schüler:innen genutzt werden.

 

 

 

Die Schüler:Innen freuen sich über das neue Gebäude (Foto: Sasson Tiram)

 

 

Eine offizielle Einweihung mit Gästen aus aller Welt ist im Rahmen eines Shared Living Seminars der Jerusalem Foundation für Mai 2022 geplant. Dazu möchten wir Sie alle herzlich einladen. Zum Programm siehe hier.

 

 

 

 

 

  1. Einweihung des 54. «Müller-Kindergarten» in Jerusalem

 

Dank der Förderung von Daniel und Isolde Müller (Hoffnung geben – Zukunft leben) aus Karlsruhe und deren zahlreichen Freunden konnte die Jerusalem Foundation im Beisein des Jerusalemer Bürgermeisters Moshe Lion den 54. renovierten Kindergarten einweihen. Seit Jahrzehnten wählt die Stiftung zusammen mit dem Ehepaar Müller jedes Jahr einen neuen Kindergarten in armen Stadtvierteln für die Renovierung. 2021 war es eine Kita im Jerusalemer Stadtbezirk Kiryat Yovel. Corona-bedingt konnte der Besuch letztes Jahr nicht kommen, um den renovierten Kindergarten im Stadtteil Gilo einzuweihen. Umso erfreulicher, dass diese Gruppe als eine der ersten größeren Reisegruppen nach der Pandemie den Kindergarten nun zusammen mit dem Bürgermeister vor Ort einweihen konnten – sichtlich auch zur Freude der Kinder, die ihr neues Domizil genießen.

 

 

Ehepaar Müller mit Freunden vor dem neuen Kindergarten (Foto: Sasson Tiram)

 

 

 

Enthüllung der Spendertafel mit Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion (Foto: Sasson Tiram)

 

 

 

  1. Stipendien für äthiopische Schüler:innen

 

Die T+H Hoene Stiftung fördert in Kooperation mit der Jerusalem Foundation eine neue Gruppe von aus Äthiopien stammenden Jugendlichen der siebten Klasse und führt diese bis zum Abitur. Seit den späten 1970er Jahren begann die Einwanderung äthiopischer Juden nach Israel. Diese Gemeinschaft gehört zu den ärmsten Bevölkerungsschichten im Land – mit entsprechend großen Herausforderungen für die gesellschaftliche Integration. Ein guter Schulabschluss ist Voraussetzung zur Aufnahme eines Studiums in gefragten Fachgebieten. Mit dem von der Jerusalemer Stadtverwaltung und der Jerusalem Foundation gemeinsam erarbeiteten Programm erhalten die äthiopischen Schüler:innen und deren Familien eine erfolgswirksame Basis für ihren weiteren Bildungsweg. Gemeinsam mit allen Beteiligten freuen wir uns über die Förderung durch die T+H Hoene Stiftung.

 

 

 

 

 

  1. Mit Musik geht alles besser

 

Musik und Musikunterricht sind bedeutsam für die kulturelle Bildung. Musik macht Spaß, fördert Feinmotorik, soziale Kompetenz, Inklusion und Integration und erschließt den Kindern Erfahrungen, die das Interesse an der Kultur insgesamt wecken könnten. Umso wichtiger, dass der Zugang zu entsprechenden Bildungsangeboten nicht von den materiellen Möglichkeiten der Eltern abhängig, sondern insbesondere auch für sozial Schwache gegeben ist. Für diese Herausforderung maßgeschneidert sind die musikalischen Bildungsangebote der Jerusalem Foundation an zwei Jerusalemer Grundschulen. Großzügig gefördert von der Axel Springer Stiftung und in Zusammenarbeit mit örtlichen Gemeindeverwaltungen und der Stadtverwaltung realisiert, sind die Musikprogramme an der Hemed Tirosh Schule im Stadtteil Gilo und der Tal Chajim Schule in Kiryat Menachem bereits wenige Jahre nach ihrer Einführung ein voller Erfolg. Das Bevölkerungsprofil beider Stadtteile ist geprägt von sozial schwachen Familien, u.a. Einwanderer aus Äthiopien, der ehemaligen Sowjetunion sowie den Ländern des Nahen Ostens. Viele der dort lebenden Kinder hatten bislang nie die Möglichkeit, eine Musikschule zu besuchen oder ein Instrument zu lernen.

Ob modernisierter und bestens ausgerüsteter Musiksaal, Künstlerwerkstatt für junge Musiker, Schulchöre, Instrumentalunterricht durch professionelle Musiklehrer uvm. Getreu dem Motto „Mit Musik geht alles leichter“ erleben beide Schulen und Gemeinden begeisterte Teilnehmer und einen gänzlich neuen Spirit in der Akzeptanz ihrer Bildungsangebote. Wir danken der Axel Springer Stiftung herzlich für die umfassende finanzielle Unterstützung.

 

 

  1. Koexistenz-Bildungsprogramme für junge Menschen mit Behinderungen

 

Große Freude bei Lehrer:innen und Schüler:innen der Jerusalemer Hattie Friedland School. Der Stifterverband setzt dank der Wolfsburger Volkswagen AG die Förderung der Jerusalemer Vorzeigeschule für gehörlose arabisch- und hebräischsprachige Kinder und Jugendliche fort. Dort werden Kinder von sechs bis 21 Jahren mit leichten und schweren Hörbehinderungen unterrichtet. Viele von ihnen sind mehrfach behindert, was ihre Integration in das reguläre Schulsystem unmöglich macht. 2018 wurde die Hattie Friedland School mit dem landesweiten israelischen Bildungspreis ausgezeichnet. Den Schüler:innen in dieser einzigartigen multikulturellen, zweisprachigen  Einrichtung in Jerusalem wird der Umgang mit ihrer Behinderung im Alltag und parallel das Zusammenleben mit verschiedenen ethnischen Gruppierungen vermittelt. Auch im neuen Schuljahr 2021/2022 werden die vielfältigen Initiativen und Bereicherungsprogrammen der Schule fortgeführt und ausgebaut. Die Jerusalem Foundation dankt der Volkswagen AG und dem Stifterverband für die erneute Unterstützung dieses völkerverbindenden Projekts, bei dem friedliche Koexistenz und  soziale Integration von Menschen mit Behinderungen auf beispielhafte Weise verwirklicht sind.

 

Volker Bouffier und Wladimir Kaminer im Gespräch mit Gabriele Appel

 

Neues vom Home Office Talk der Jerusalem Foundation: „Reise nach Jerusalem“ – Gespräche mit Menschen aus Politik, Kultur und Gesellschaft in Corona-Zeiten: ein Gespräch mit Ministerpräsident Volker Bouffier und dem Autor Wladimir Kaminer.

 

 

 

 

 

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